Check! Und ab in den Urlaub 

Die Deutschen sind Wiederholungstäter. Fast jeder zweite fährt seit Jahren mit Auto oder Wohnmobil in die Ferien – im vergangenen Jahr 45 Prozent. Eine gute Wahl. Kein anderes Verkehrsmittel bietet mehr Reisefreiheit. 

Dafür müssen Autofahrer allerdings einiges tun. „Wer nicht nach wenigen Kilometern auf dem Pannenstreifen stranden will, fährt zum Sicherheitscheck in die Werkstatt. Die bringt kostengünstig das Fahrzeug in Top-Form, und notwendige Reparaturen können dann noch rechtzeitig erledigt werden“, sagt Peter Fischer, Obermeister der Kfz-Innung Mönchengladbach. 

 

Sicher fahren

Fahrwerk und Bremsen kommen im Urlaub an ihre Stress-Grenzen. Also rauf auf den Bremsenprüfstand und anschließend auf die Hebebühne. So wird schnell klar, wie es um die Bremsen steht, und ob Stoßdämpfer, Gelenke und Federn auch in naher Zukunft keinen Ärger machen. Motoröl, Brems- und Kühlflüssigkeit halten alles am Laufen und werden aufgefüllt, Reserve-Einheiten an Bord verstaut.

 

Rund rollen

Peter Fischer: „Kaum zu glauben, wie viele Autofahrer am Messgerät an der Tankstelle scheitern, keine Ahnung vom korrekten Druck haben und nicht wissen, was bei angehender Kontrollleuchte zu tun ist.“ 

Der Druck wird entsprechend der Ladung erhöht. Dabei das Reserverad nicht vergessen. Die Werte stehen in der Bedienungsanleitung, am Tankdeckel oder Türholmen. Wer mit Pannenset unterwegs ist, prüft das Verfallsdatum. Und bitte keine Scham: Der Test der verschiedenen Luftdruckfüller an den Tankstellen macht aus Laien Meister.

Rund sollte es auch beim Reifenzustand rollen. Alter, Beschädigungen, Profil – all das kommt auf den Prüfstand. Reifen altern schon ab sechs Jahren, die Profiltiefe sollte drei Millimeter nicht unterschreiten. 

 

Perfekt leuchten

Leuchten und Blinker müssen korrekt funktionieren und sauber sein. Die Scheinwerferhöheneinstellung wird da, wo sie nicht automatisch funktioniert, dem vollbeladenen Fahrzeug angepasst. Fischer: "Ersatzglühlampen an Bord sind im Pannenfall für Profis sinnvoll, der Tausch ist für Otto Normalverbraucher heutzutage aber kaum mehr möglich." 

Für klare Sicht sorgen funktionierende Scheibenwischergummis und penibel von außen und innen geputzte Scheiben. Wenn nötig, wird das Scheibenwischwasser aufgefüllt. Für die Fahrt sollte ein Kanister der Sommerfüllung im Auto nicht fehlen.

 

Schön kühlen

Mit einem kühlen Kopf fährt es sich konzentrierter. Die Werkstatt prüft Luft- und Pollenfilter, reinigt Lamellen und Düsen. Die Klimaanlagen-Wartung steht beim Urlaubscheck nicht auf der Agenda, wird als Extra-Auftrag aber durchgeführt. 

 

Richtig laden

Das Fahrzeug überladen geht schnell. Noch dazu, wenn Fahrräder mitreisen. In der Werkstatt geht die Montage der Träger im Handumdrehen. Bleibt für die Autofahrer die Kontrolle während der Fahrt – nach wenigen Kilometern und danach regelmäßig.

Autofahrer sollten nicht nur die Gewichte kennen, sondern auch wissen, wohin was gehört: Schweres Gepäck nach unten und bestenfalls Kofferraum und Rücksitzbank mit einem Gitter trennen. Nichts darf beim Bremsen durchs Auto fliegen.

Das, was laut Straßen-Verkehrsordnung unbedingt an Bord gehört, fällt weniger ins Gewicht: Warnwesten für alle, aktueller Verbandkasten, Warndreieck.

 


 

Beste Aussicht mit Sonnenbrille im Auto

Gleißendes Licht, Blendung auf nasser Straße, extreme Hell-Dunkel-Wechsel, tief stehende Sonne – beim Autofahren muss eine Sonnenbrille mehr leisten als beim Spaziergang. 

Nur einen Augenblick geblinzelt, schon ist der Fahrer für Sekunden im Blindflug unterwegs. 

Neben der Unfallgefahr setzen Autofahrer ohne den Augenschutz auch ihre Gesundheit aufs Spiel. Allein die unsichtbaren UV-Strahlen können bleibende Schäden hinterlassen. 

Zehn Prozent aller Erkrankungen am Grauen Star (Linsentrübung) entstehen nach Angaben des Kuratoriums Gutes Sehen durch UV-Strahlen beziehungsweise werden durch diese verstärkt. 

UV-Licht kann auch die Netzhaut nachhaltig schädigen. Und das alles unbemerkt und schleichend. Umso wichtiger ist die richtige Sonnenbrille  beim Autofahren.  Doch welche Gläser sind geeignet? Und worauf ist beim Kauf zu achten? 

UV-Schutz

Sonnenblenden hin, UV-Schutz in der Frontscheibe her – durch die Seitenscheiben gelangt immer noch reichlich ultraviolettes Licht ins Auto. Was viele nicht wissen: Die UV-Intensität ist schon im April genau so stark wie im August. 

Käufer sollten auf das CE-Zeichen am Innenbügel achten. Damit ist gewährleistet, dass die Brille im Hinblick auf den UV-Schutz und auch sonst alle europäischen Richtlinien erfüllt. 

Zusätzlich können auch die Vermerke "UV400" oder "100 Prozent UV-Schutz" draufstehen. Weil all das leider nicht überprüft wird, sollten die Gläser von namhaften Herstellern und beim Augenoptiker gekauft werden. Die testen auch den UV-Schutz und passen die Brille an. 

Getönte Gläser

Sie geben Blendschutz vor dem sichtbaren Lichtanteil. Das bringt Sicherheit, sorgt aber auch für ein entspanntes Sehen. Es gibt fünf Tönungsstufen. Je höher die Zahl, desto stärker der Blendschutz. 

Für das Autofahren empfehlen Augenärzte die Blendschutzkategorie 2 mit einem Lichtdurchlass von 18 bis 43 Prozent. Daumen hoch auch für Verlaufstönungen, die den ungetrübten Blick auf die Armaturen erlauben und zudem beliebte Eyecatcher sind. 

Gläser mit Polarisationsfilter

Nichts ist schlimmer als bei tief stehender Sonne von einer nassen oder flirrenden Straße geblendet zu werden. Gläser mit Polarisationsfilter senken diese Spiegelung des Sonnenlichts auf reflektierenden Oberflächen. Die Augen bleiben fit. 

Sonnenbrillen mit Korrektion

Wenn schon mit Sonnenbrille, dann muss sie – ohne Kontaktlinsen drunter – laut  Eintrag im Führerschein auch die geforderte Sehschärfe haben. Technisch und modisch müssen Fehlsichtige dabei auf nichts verzichten. 

Die Gläser können gewölbt, selbsttönend oder farbig verspiegelt sein. Wer dagegen die Alltagsbrille mit getönten Clips zur Sonnenbrille hochrüstet, liegt sogar noch im Trend.  

Brillengröße

Große Gläser von den Augenbrauen bis zum Jochbein, schmale Bügel – so gelingt der Spagat zwischen Rundumschutz und seitlicher Sicht. Die Brille sollte auch nah genug vor den Augen sitzen, um möglichst wenig UV-Licht abzubekommen. 

Gläserfarbe

Autofahrer müssen Farbe bekennen, sprich: Ampel-Signale sehen. Die natürlichste Farbwiedergabe haben graue und braune Gläser. 

Scheiben in flippigem Orange und Gelb, aber auch Mintgrün, Baby-Blau und Rosé haben es 2018 zwar in die Top Ten geschafft, einige verschärfen auch die Kontraste – hinterm Lenkrad sind sie allerdings nicht zu empfehlen.

  


 

Vorsicht, Pollen im Anflug!

So niedlich und doch so aggressiv. Während sich die einen über die blühenden Kätzchen der Hasel freuen, beginnt mit ihrem Pollenflug für viele Allergiker schon mitten im Winter das jährliche Martyrium: tränende, juckende Augen, Niesattacken, schniefende Nase. 

Die Betroffenen klagen über Müdigkeit, Atemnot und Schlafstörungen. 
Unbehandelt droht sogar ein allergisches Asthma.

Von den rund zwölf Millionen Allergikern ab 14 Jahren in Deutschland leidet nach eigenen Angaben ein Viertel unter Heuschnupfen. "Das ist nicht nur belastend, sondern vor allem im Straßenverkehr gefährlich", sagt Peter Fischer von der Mönchengladbacher KFZ Innung. 

Augen zu und durch – das wäre der schlechteste Rat, wenn niesende Autofahrer sekundenlang im Blindflug unterwegs sind. Sie sind zudem unkonzentriert, müde und sehen schlechter als gewöhnlich.  Alles gute Gründe, sich rechtzeitig auf die Pollenzeit einzustellen, damit jeder durch- und aufatmen kann.

  • Pollenfilter wechseln. Pollenfilter halten die kleinen Quälgeister fern. Besser noch sind Aktivkohlefilter, die zusätzlich gesundheitsschädigende Gase und Gerüche abfangen. Allergiker sollten penibel auf den regelmäßigen Wechsel spätestens nach einem Jahr und laut Herstellervorgaben achten, den Filter besser noch öfter tauschen.  

    Höchste Zeit dafür wird es, wenn die Scheiben beschlagen, sich innen ein schmieriger Film legt und es im Auto müffelt. Das Portal www.mein-allergie-portal.com informiert jährlich über die Angebote der Hersteller: Welche Filter sind eingebaut? Wann wird der Wechsel fällig? Wie teuer ist der Tausch? 
  • Auto reinigen. Der beste Filter nutzt wenig, wenn das Auto nicht regelmäßig geputzt wird. Nach der Wäsche mit Wachs fürs Abperlen der kleinen Pollen-Plagegeister geht's ans Eingemachte: Polster, Teppiche, Ablagen, alle Ritzen, alle Rillen sollen sauber sein.  
  • Pollenkalender studieren. Erlen-Allergiker können 2018 ein wenig aufatmen, Birken-Allergiker nicht. Die Stiftung Deutscher  Polleninformationsdienst (PID) gibt täglich die Pollenvorhersage heraus.
  • Beipackzettel lesen. Medikamente helfen, haben vereinzelt aber auch Auswirkungen auf die Fahrtauglichkeit. In der Regel nimmt die Reaktionsgeschwindigkeit ab. Das Gefährliche: Im Vergleich zum Alkohol gibt es keine Grenzwerte. Kommt es unter Medikamenteneinfluss zu einem Unfall, drohen rechtliche Konsequenzen. Arzt, Apotheker und der Beipackzettel informieren über die Nebenwirkungen.

 

Mobilität in 360-Grad-Geschichten

Carsharing, E-Autos oder autonomes Fahren – Autofahren verändert sich.

Unter dem Titel "Deine Autohäuser" startet der ZDK eine neue Imagekampagne mit Virtual-Reality-Filmen. Menschen wollen immer öfter Mobilität flexibel nutzen, erwägen Aspekte des Umweltschutzes und wollen Sicherheitssysteme, die Gefahren verhindern. Erster Ansprechpartner für Autofahrer und damit Motor dieser Entwicklung sind circa 16 000 markengebundene Autohäuser in Deutschland. Jetzt zeigt die Branche mit kurzen Virtual Reality (VR)-Episoden, wie sich Händler im Wandel der Mobilität aufstellen.

Unter dem Titel „Deine Autohäuser“ erzählen 360-Grad-Videos kurzweilige Geschichten rund um veränderte Ansprüche der Autofahrer und wie Autohäuser diese heute schon erfüllen.

 


Unter dem Titel "Deine Autohäuser" startet der ZDK eine neue Imagekampagne mit Virtual-Reality-Filmen. Foto: ProMotor/World of VR   Foto: ProMotor/World of VR

 

 

Als Mittler der Autohersteller auf Basis eigener Ideen bringen Autohäuser innovative Konzepte für ihre Kunden nach vorne: Während große Carsharing-Anbieter die Idee flexibel genutzter Mobilität in großen Städten etablieren, sind es Autohäuser, die immer mehr auch in ländlichen Regionen Carsharing ermöglichen.

Autohäuser engagieren sich, um der Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen. Sie halten Probefahrzeuge vor und erweitern vielfach mit ihren Ladestationen das bundesweite Netz. Neue Mobilitätsdienste und alternative Antriebe sind nur zwei Themen, die der Branchenverband ZDK im Jahresverlauf 2017 verfilmen wird.

Am meisten Spaß bereiten die 360-Grad-Videos auf dem Smartphone mit VR-Brille, die den Zuschauer in die virtuelle Realität eintauchen lässt. Deshalb verlost die Kampagne sogenannte Cardboards auf Facebook. Aber auch ohne VR-Brille können sich Zuschauer im Video umsehen.

Das funktioniert auf dem Handy, indem sie es in die gewünschte Richtung bewegen. Am Desktop lässt sich die Ansicht per Maus in die gewünschte Richtung ziehen. Der erste VR-Film ist bereits online. Weitere Episoden werden 2017 folgen.

 


Ausbildung im Autohaus als 360-Grad-Geschichte 

Die neue Ausbildungsordnung für Automobilkaufleute ist ab August rechtskräftig. Das nimmt der ZDK zum Anlass, mit einem neuen Ausbildungsfilm online zu gehen. In einer 360-Grad-Geschichte erzählen Auszubildende was sie am Beruf Automobilkaufmann begeistert. Sie sprechen stellvertretend für über 90 000 Auszubildende, die derzeit im stationären Autohandel in kaufmännischen und technischen Berufen ausgebildet werden. Der neue Virtual-Reality (VR)-Film ist Teil der ZDK-Imagekampagne „Deine Autohäuser“.

Der Autohandel gehört zu den ausbildungsstärksten Branchen: Jeder vierte Mitarbeiter ist ein Auszubildender. „Autohaus-Unternehmer engagieren sich zudem oft ehrenamtlich für eine gute Ausbildung: Sie sitzen in Prüfungsausschüssen, arbeiten in der Kfz-Innung mit an Themen der Nachwuchsförderung und setzen sich für eine moderne Ausbildungsordnung ein, die mit dem rasanten Wandel der Mobilität schritthält“, weiß der Mönchengladbacher Lehrlingswart Frank Schumacher. Aktuelles Beispiel sei die neue Ausbildungsordnung für Automobilkaufleute: „Es ist heute unerlässlich für Automobilkaufleute, sich auch mit Werkstattprozessen und Fahrzeugtechnologien auszukennen. Sie müssen zudem in allen Fragen der modernen Kundenmobilität und bei digitalen Informationssystemen fit sein.“

„Natürlich ist es für uns wichtig zu wissen, was in der Werkstatt passiert“, bestätigt Nils. Der 21-jährige Auszubildende im Autohaus Wicke in Bochum hält die Kenntnisse von technischen Neuerungen an Fahrzeugen für essenziell in seiner Ausbildung. „Ohne das Wissen kann man dem Kunden nicht Rede und Antwort stehen.“ Er ist einer von vier Auszubildenden zum Automobilkaufmann, die in der aktuellen Virtual-Reality-Episode der ZDK-Imagekampagne „Deine Autohäuser“ schildern, was den Autoberuf zum ihrem Traumberuf macht. Die Kampagne erzählt in 360-Grad-Videos unter www.Deine-Autohäuser.de Geschichten rund um veränderte Ansprüche der Autofahrer und wie Autohäuser diese heute schon erfüllen.

 

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